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Constance SmedleyGeschichte

Die Anfange in London

Wie viele große Leistungen im Leben begann der Internationale Verband der Lyceum-Clubs mit einem Traum – dem Traum einer jungen Frau und einer kleinen Gruppe Freundinnen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in London lebten. Die junge Frau war Constance Smedley, und sie und ihre Freundinnen Christina Gowans Whyte, Elsa Hahn, Violet Alcock und die Amerikanerin Jessie Trimble waren Mitglieder des Writers Club.

1902 begannen Frauen, langsam die männlich geprägte Berufswelt zu erobern, und es ist durchaus anzunehmen, dass Constance und ihre Gruppe die Herrenwelt beobachteten, die es sich in den Londoner Clubs bequem machte, und sich fragten: “Warum nicht auch Frauen?”

In Gesprächen untereinander begann die Gruppe, sich “einen idealen Club [für Frauen]” vorzustellen, “mit Zweigstellen in allen Ländern der Welt und [einer] Kette von Clubhäusern” in den wichtigsten Hauptstädten weltweit. Im Wesentlichen hatten sie damit die gegenwärtige Welt der Lyceum-Clubs vorhergesehen.

Constance wurde von ihren “wichtigsten Co-Adjutantinnen”, wie sie ihre Freundinnen gerne bezeichnete, dazu auserwählt, mit dieser Idee an das Komitee des Writers Club heranzutreten. In ihrer Autobiographie Crusaders (Duckworth, London 1929) erzählt sie, wie das Komitee des Writers Club fragte, wer dies organisieren würde.

Voll jugendlichen Selbstvertrauens und vielleicht mit einem Anflug von Tapferkeit sagte sie: “Ich.” Sehr zu ihrem “Erstaunen und ihrer Schande” lehnte das Komitee ihren Vorschlag ab.

Doch diese Abfuhr schreckte Constance nicht ab, sondern motivierte sie noch mehr. Die Gruppe traf den Beschluss, “einen neuen Club zu gründen”, und obwohl die Gruppe nicht über Geld verfügte, war sie fest entschlossen, ihren Traum weiterzuverfolgen. Die Frauen entschieden, vorerst ein vorläufiges Komitee zu bilden. Da der geplante Club damals nur “Schriftstellerinnen und Illustratorinnen” offen stehen sollte, schrieb Constance die ersten Briefe – insgesamt sechzig – an herausragende Frauen auf diesem Gebiet. Nur zwei boten ihre Unterstützung an.

Durch das mangelnde Interesse noch immer nicht entmutigt, schrieb sie diejenigen erneut an, die mit Bedauern eine abschlägige Antwort erteilt hatten, sowie andere Frauen, die, wie sie hoffte, Interesse zeigen könnten. Langsam nahm ein vorläufiges Komitee Gestalt an.

In dieser Phase erkannten die Frauen, dass es für einen Club auch ein Clubhaus für die Treffen geben musste. Constance und ihre Freundinnen wandten sich an Constances Vater, W. T. Smedley. Als erfolgreicher Geschäftsmann hatte er Erfahrung mit der Finanzierung und dem Kauf von Grundbesitz und war zudem mit modernen Ansichten gesegnet. Herr Smedley war der Überzeugung, dass Frauen Recht auf “ein Berufsleben und Freiheit zur Entwicklung” hatten, und er versprach, bei der Suche nach einem geeigneten Gebäude behilflich zu sein. Doch wie bei allen guten Märchen – und die Gründung des ersten Lyceum-Clubs wies in gewisser Weise einige Aspekte eines solchen Märchens auf – gab es eine Bedingung.

Zuerst musste das vorläufige Komitee eintausend Mitglieder finden, die alle einen Jahresbeitrag von einer Guinee (oder einundzwanzig englischen Schillingen) zahlen würden. Selbst diese Aussicht konnte Constance nicht von ihrem Ziel abhalten. In ihrer Autobiographie schreibt sie: “Das Merkwürdige an der Gründung des Lyceum-Clubs war, dass es mir trotz all der Entmutigungen zu Beginn nie in den Sinn kam, auch nur einen Augenblick den Glauben an die Idee zu verlieren.” Also schrieb sie mehr Briefe und führte weitere Gespräche.

Der Name “Lyceum” wurde von der Amerikanerin Jessie Trimble für den neuen Club vorgeschlagen. In den Vereinigten Staaten repräsentierte der Name ein Zentrum für Vorlesungen und Diskussionen, während der Begriff in Europa, wo er vor etlichen Jahrhunderten in Athen seinen Ursprung gefunden hatte, gleichermaßen verständlich war.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gruppe entschieden, dass die Mitgliedschaft nicht nur Schriftstellerinnen und Künstlerinnen offen sein sollte. Die Schwester von Constance Smedley schlug vor, Frauen mit akademischer Qualifikation und auch eine dritte Gruppe aufzunehmen: “die Ehefrauen und Töchter distinguierter Herren.”

SLyceum Club in Piccadillychließlich entschied die Gruppe, dass es notwendig sein würde, eine bekannte, überall respektierte Frau zur Leiterin des neuen Lyceum-Clubs zu machen. Ein Gruppenmitglied schlug Lady Frances Balfour vor, die Tochter des Herzogs und der Herzogin von Argyll und Schwägerin des britischen Premierministers Arthur Balfour. Lady Frances, eine hervorragende Rednerin, widmete sich Frauenfragen, und obwohl sie oft bei öffentlichen Suffragetten-Treffen sprach, lehnte sie gewaltsame Proteste ab. Obwohl sie beschlossen hatte, die Einladung zur Leitung des vorläufigen Komitees abzulehnen, erklärte sich Lady Frances zu einem Treffen mit Constance bereit. Als sie sich die Pläne für den neuen Lyceum-Club anhörte, änderte sich ihre Einstellung, und sie beschloss, die Einladung, die erste Vorsitzende des vorläufigen Komitees zu werden, anzunehmen. Fünfzehn Jahre lang nahm sie die Aufgaben der leitenden Vorsitzenden und Präsidentin des Clubs wahr. Mit Lady Frances hatte man eine hervorragende Wahl getroffen.

Bald stellte sich heraus, dass man 1000 Mitglieder für den neuen Londoner Lyceum-Club gefunden hatte. Die ersten Wahlscheine wurden im März 1903 ausgestellt, und das neue Clubhaus wurde ein Jahr später in Piccadilly bezogen.

Crusaders - Constance Smedley


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Geschichte des Australischen Vereinigung von Lyceum Clubs

Die Australische Vereinigung von Lyceum Klubs e.V. (AALC) ist eine Vereinigung von fünf australischen Lyceum Klubs. Die Vereinigung fand 1972/73 statt, nach dem XVII Kongress des Internationalen Kongresses von Lyceum Klubs, der 1971 in Melbourne stattfand. Es war dies das erste Treffen, das in der südlichen Hemisphäre stattfand. Die Australische Vereinigung von Lyceum Klubs wird von einem Sekretariat geführt, das alle drei Jahre zu einem anderen Staat in Australien rotiert. In 1992 wurde eine Verfassung entworfen, die von den verschiedenen Klubs anerkannt wurde sowie auch von der Körperschaft Kommission von Südaustralien. Die Australische Vereinigung von Lyceum Klubs wurde 1999 mit der Australischen Effekten und Investment Kommission registriert, um den juristischen Bedingungen der australischen Bundesregierung zu entsprechen. Das Emblem, sowie das Emblem mit dem Namen Lyceum, wurde 1996 als Warenzeichen registriert. Das Emblem beruht auf einem Entwurf für die Lyceum Brosche und wurde 1934 von einem Züricher Lyceum Klub Mitglied eingereicht.

Der erste Frauen Klub in Australien war der Karrakatta Klub in Perth, West Australien. Er wurde 1894 gegründet, um Frauen zusammen zu bringen die interessiert waren an gemeinsamer Fortbildung und sozialem Engagement. Der Gründung des Lyceum Klubs in London in 1904 von Constance Smedley, folgte die Gründung mehrerer Lyceum Klubs in Australien. In 1923 beschlossen die Mitglieder des Karrakatta Klubs, dass ihre Ziele verbessert würden, wenn sie Mitglied der Internationalen Vereinigung von Lyceum Klubs wären. Der Karrakatta Klub hat heute fast 400 Mitglieder und organisiert regelmässige Vorlesungen. Der Klub besitzt seine eigenen Räumlichkeiten in dem der Organisation für Denkmalschutz registrierten 'Lawson' Gebäudes im Zentrum von Perth, wo auch Unterkunft angeboten wird.

Der grösste der fünf Lyceum Klubs ist der Lyceum Klub in Melbourne mit mehr als 1300 Mitgliedern. Er wurde am 21. März, 1912 gegründet und hatte eine Mitgliedschaft von 25 Frauen. Am Beispiel des Londoner Klubs mussten Mitglieder Universitätsabsolventen sein oder sich in den Gebieten von Kunst, Musik, Literatur Erziehung oder Philanthropie ausgezeichnet haben.

Diese Voraussetzungen bestehen bis auf den heutigen Tag. Viele der früheren Mitglieder waren Pioniere auf ihrem Gebiet. Nach 50 Jahren des Mietens von Räumlichkeiten, konnte der Klub ein Grundstück kaufen und sein eigenes Gebäude im Herzen von Melbourne bauen. Diese Räumlichkeiten wurden für Frauen entworfen, zum Gebrauch als ´´Heim fort von zu Hause´´. Sie wurden kürzlich renoviert. Der Klub bietet moderne Unterkunft an sowie Räume für Besprechungen, Speisen und Entspannung. Eine Vielzahl von Programmen sind den Mitgliedern während des Tages und am Abend verfügbar. Der Klub hat augenblicklich 40 Interessengruppen die sich von Lesezirkeln-Schriftstellern über Musik, Schauspiel, Finanz, Geschichte, Französisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch bis hin zu einer grossen und aktiven Bridgegruppe erstrecken. Caroline Travers, ein Mitglied des Lyceum Klubs von Melbourne, war der erste Internationale Präsident des IALC (Internationaler Verein von Lyceum Klubs) von der südlichen Hemisphäre.

Der Lyceum Klub in Brisbane wurde 1919 von einer kleinen Gruppe von Frauen gegründet, die Universitätsabsolventen waren und aus Erziehungs, Journalistik, Medizinischen, Zahnmedizinischen und juristischen Berufen kamen. Der Klub wurde entsprechend des Londoner Klubs gegründet. Er began mit 50 Mitgliedern, die ein Zimmer mit Kochnische mieteten. Die Mitglieder gaben Möbel und Geschirr und diese Räumlichkeiten waren den Mitgliedern jederzeit verfügbar. Sie trafen sich offiziell am Abend des ersten Montags im Monat und Abendkleid wurde getragen. Der Klub zog mehrere Male um. Leider bestehen viele der Unterlagen von bevor 1940 nicht mehr. Die momentanen Klubräumlichkeiten befinden sich im Zentrum von Brisbane. Das Ziel des Klubs ist es dem Interesse in den Künsten, Literatur, Musik , Wissenschften, Erziehung, Journalismus und Tagespolitik beizutragen und diese weiter zu fördern.

Der Lyceum Klub in Adelaide wurde 1922 gegründet als fünfundfünzig Frauen, die hervorragend in ihrem Feld der Kunst, Musik und professionellen Berufen waren, ihr Ziel erreichten, einen Lyceum Klub, auf der Basis des Londoner Klubs, zu gründen. Vorraussetzungen für die Mitgliedschaft waren diesselben, wie die des Londoner Lyceum Klubs, mit dem sie, wenige Monate nach ihrer Gründung, angeschlossen wurden. Anfänglich wurden Räumlichkeiten gemietet. In den folgeneden Jahren zog der Klub mehrere Male um, bevor er im Januar 2000 permanent in Räumlichkeiten innerhalb eines historischen Gebäudes im Zentrum von Adelaide zog. Augenblicklich gibt es 187 Mitglieder die sich monatlich treffen. Es bestehen 17 Interessengruppen,

Der Lyceum Klub in Sydney ist der Neueste und Kleinste der Australischen Lyceum Klubs. Ursprünglich 1914 gegründet, verlor er sein Bestehen als eine Körperschaft in 1982, durch nachlassende Mitgliedschaft. Acht Jahre später wurde der Klub wieder belebt. In 1992 wurde er ein Mitglied der Internationalen Vereinigung von Lyceum Klubs (IALC) und der Australischen Vereinigung von Lyceum Klubs (AALC). Der Klub hat 87 Mitglieder, die sich regelmässig in der Union des Universitäts und Schulen Klubs im Zentrum von Sydney treffen mit monatlichen Mittag und Abendessen, Gastsprechern und Kunst und Literaturgruppen.


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DER ANFANG DES FÖDERATION DER LYCEUM CLUBS FÜR FRAUEN VON ZYPERN AMMOHOSTOS

1930 Gründung einer Musikschule für Klavier, Geige, Gitarre, Ballett, Musiktheorie, Rezitation und Theater 

1930

Religiöse Sonntagsschule

Eine Gruppe führt moderne griechische Tragödien auf:

Iphigenie in Tauris, Iphigenie in Aulis, Antigone, Ecavi, Ödipus auf Kolonos.

1932

Ferienkolonie für Kinder

Jeden Donnerstag Nachmittag Literaturtreffen

1932–1959

44 Theaterstücke fúr Kinder wurden aufgeführt

1930–1969

400 Vorträge über verschiedene Themen von griechischen und zypriotischen Intellektuellen gehalten

1930

Gründung einer Bibliothek im Lyceum Club 

Gründung einer Musikgruppe aus 40 Mandolinen

1940-1943

Epoche großer nationaler Ereignisse

1955-1959

Kinderchor mit 40 Mitgliedern

Volkstanzgruppe

1963

Grundsteinlegung des Lyceum Clubs Famagusta

1967

In Megaron Gründung des griechischen Lykeon Ellinidon

Famagusta

Der Club erhält das Amt des 1. Verwaltungsrates

1970

Tod der Präsidentin und Gründerin Maria Yoannou

1971-1987

Neue Präsidentin Maritza Petridou

Eröffnung von Galerien für Kunst und Kunsthandwerk, die auch Ausstellungen veranstalten

1974

Ferienkolonie für Kinder in Agia Nappa

1974

Unterbrechung der Clubaktivitäten aufgrund militärischer

Ereignisse (türk. Invasion)

1975

Wiedereröffnung des LC in Limassol durch Claire Angelidis

1975

Musikschule in Limassol

1979

Gründung eines Schwestervereins in Larnaca

1988

″                                     ″        Nicosia

1970

″                                     ″        Paralimni

Präsidentinnen der Schwestervereine in

Larnaca

Maria Charalambous

Nicosia

Loula Chrisanthi

Unoccupied area Famagusta: Paralimni

Despo Falkoni Efthimiou

1979

Wiedereröffnung der Ferienkolonie für Waisenkinder,     

Flüchtlingskinder, Blinde aus dem Heim Stelios Ioannou,

Kinder mit Downe Syndrom und Diabetiker, Kinder aus Nordepirus, Bethlehem, von der Schwarzmeerküste,

Kinder aus den durch Brände verwüsteten Gebieten und

Kinder aus Großfamilien

1979

40 Mitglieder bilden den Chor des LC

1979

Die Mitglieder organisieren Vorträge, Konzerte, Kunstaus-

stellungen, Basare und feiern den Frauentag

1981

Der Präsident Zyperns, Herr Spiros Kyprianou, eröffnet

feierlich die Ferienkolonie

1987

Die Akademie von Athen spricht eInem Preise zu

1988

Der LC wird Mitglied des Internationalen Lyceum Clubs IALC und nimmt an den Treffen des BCI und den

Internationalen Kongressen des IALC teil

1993

Veranstaltung des Treffens des BCI meeting auf Zypern

2010

Veranstaltung des 31. Internationalen Kongresses des LC in

Limassol, Zypern (16–23 May 2010)

October 2010

Gemäldeausstellung der Malerinnen Griechenlands und Zyperns mit der Unterstützung der zypriotischen

Handelskammer

October 2010

Unser LC feiert sein 80-jähriges Bestehen mit einem Kulturprogramm

Veröffentlichungen

1987

Album 30-jähriges Jubiläum

Album 60-jähriges Jubiläum

1982

Neue Satzung des LC

1993

Programm des Treffens des BCI auf Zypern

2000

Album zum 70-jähriges Bestehen des LC

2010

Katalog und Agenda zum 80. Jahrestag

2010

Katalog zur Gemäldeausstellung der Malerinnen

Der LC von Nikosia veröffentlicht ein Buch über das Leben

des Helden der türkischen Invasion, Georg Matsis

2010

Programm des 31. Internationalen Kongresses 2010 in

Limassol, Zypern

Claire Angelides

Präsidentin der Föderation

Valentine Thomaides

Internationale  Beziehungen


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Geschichte des Deutschen Lyceum Clubs

Christa Glahn, Föderationspräsidentin der Internationalen Lyceum-Clubs in Deutschland

Aus Anlass des 100. Geburtstages des Internationalen Lyceum Clubs Hamburg in diesem Jahr sowie der Gründung des Internationalen Lyceum-Clubs Berlin im Jahr 1905, möchte ich im folgenden einen kurzen Abriss über die Anfänge der Lyceum-Clubs in Deutschland geben.

Im späten 19. Und frühen 20. Jahrhundert erlebt die Friedensbewegung in Europa eine Renaissance. Sie wendet sich zunehmend fortschrittlichen Ideen wie dem Sozialismus und dem Feminismus zu und organisiert internationale Friedenskongresse als Antwort auf die zunehmenden europäischen Feindseligkeiten. Die Bereitschaft der Frauen, sich selbst zu einem besseren Selbstverständnis und zu geistiger Freiheit zu verhelfen, nimmt konkrete Formen an.

Die Geschichte der Deutschen Lyceum-Clubs beginnt am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in London, wo Constance Smedley im Juni des Jahres 1904 den Internationalen Lyceum-Club ins Leben ruft. Und schon ein Jahr später, im November 1905, reist sie zur Gründungsversammlung des Lyceum-Clubs nach Berlin.

Und obwohl in den europäischen Großstädten bereits Clubs existieren, zu denen ausschließlich Frauen Zugang haben, besteht der Bedarf nach einer besonderen Art von Clubs. Die Besonderheit dieser neuen Clubs ist die Idee von Constance Smedley, „Zentren intellektuellen und künstlerischen Lebens zu errichten und so den geistigen Austausch zwischen kultivierten Frauen aller Nationen zu fördern.“

Den Anstoß zur Gründung des ersten Lyceum-Clubs in Deutschland gibt ein großer internationaler Frauenkongress, der im Jahr 1904 in Berlin veranstaltet wird. Mit Unterstützung der deutschen Kaiserin sollen alle relevanten nationalen und internationalen Frauenverbände vereinigt und zu einem gegenseitigen Austausch angeregt werden.

Die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Berliner Tagblatt“ schreibt 1904, anlässlich der Vorbereitungen für die Gründung des Berliner Lyceum-Clubs: „Wenn es den Gründerinnen gelingt, ihre Organisation aus allen ideologischen Strömungen und Klassenkämpfen herauszuhalten, könnte diese Bewegung zu einer internationalen intellektuellen Macht werden.“

In Hamburg wird der „Frauenclub Hamburg“ im Dezember 1906 gegründet. Das ist die Geburtsstunde des Frauenclubs, der sich heute mit Stolz „Internationaler Lyceum Club Hamburg“ nennt. In der Satzung von 1906 ist festgeschrieben, dass der Club den Zweck verfolgt, die geistigen, sozialen und materiellen Interessen seiner Mitglieder zu fördern. Ohne sich direkt an dem Lyceum-Club in London zu orientieren, ist der Hamburger Club so weit von den Idealen Constance Smedleys zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht entfernt. Erwähnenswert ist noch, was diese Satzung unter §7. aufführt: „In die Erfrischungsräume können Gäste der Klubmitglieder (auch Herren) kostenlos eingeführt werden.“ An dieser Stelle hat der Frauenklub Hamburg dem Lyceum-Club in London wohl einiges voraus.

Im Jahr 1986 erlebt der Hamburger Club einen seiner Höhepunkte. Unter dem Thema: „Neue Perspektiven für die Frauen am Ende des 20. Jahrhunderts“ richtet er den Internationalen Kongress der weltweiten Lyceum-Clubs in der Hansestadt aus. Unter der Schirmherrschaft von Frau Marianne von Weizsäcker, der Gattin des damaligen Bundespräsidenten, nehmen Teilnehmerinnen aus dreizehn Ländern an der Veranstaltung in Hamburg teil. Sie sind begeistert von den gelungenen Veranstaltungen und dem anspruchsvollen Kulturprogramm.

So wie in Hamburg, werden auch in anderen deutschen Städten Frauenklubs gegründet, die anfänglich nicht in direktem Zusammenhang mit den Lyceum-Clubs stehen. Schon im Jahr 1902 entsteht der „Kölner Frauenclub“ und 1904 wird in Stuttgart der „Deutsche Frauenclub“ gegründet, der Musikabende, Vorträge und Bazare für seine Mitglieder veranstaltet.

Zwischen 1911 und 1949 kommen die Frauenclubs in Aachen, München, Karlsruhe und Konstanz dazu. Auch sie widmen sich der Förderung von Frauen in den Bereichen Bildung, Kunst und Wissenschaft. Zuletzt wird im Jahr 1996 der Club „Rhein-Main“ Mitglied in der Föderation der Deutschen Lyceum-Clubs.

Nach dem Ende der Nazi-Herrschaft in Deutschland und zu Beginn der entbehrungsreichen Jahre der Nachkriegszeit gelingt es starken Frauen, die Clubs unter größten Schwierigkeiten wieder neu entstehen zu lassen. Diesen tatkräftigen Persönlichkeiten gilt unser besonderer Dank, denn sie haben es verstanden, das internationale Vertrauen in die deutschen Frauenclubs wieder herzustellen.

Im Jahr 1956 wird der Verband der Deutschen Lyceum-Clubs auf dem Weltkongress in Bern offiziell wieder in die Internationale Vereinigung der Lyceum-Clubs aufgenommen. Zur ersten Präsidentin des Deutschen Verbandes wird die Präsidentin des Hamburger Clubs, Frau Gertrud Behrens gewählt.

Auch wenn die Schatten der beiden Weltkriege auf den Anfängen der Deutschen Lyceum- Clubs liegen, so sind sie heute wieder ein geachteter Teil der internationalen Gemeinschaft der Lyceum-Clubs.

Wenn ich noch einmal auf die bereits zitierte Aussage von 1904 des „Berliner Tagblatt“ zurückkomme, so kann ich feststellen, dass sich die Internationale Vereinigung der Lyceum- Clubs heute, wenn auch nicht zu einer Macht, so doch zu einer viel beachteten internationalen intellektuellen Bewegung entwickelt hat.

Ihr anzugehören erfüllt uns mit Dankbarkeit und Stolz.


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GESCHICHTE DEs LYCEUM CLUBS IN FINNLAND

In Finnland gibt es drei Lyceum Clubs: in Helsinki, Turku und Oulu.

Helsinki
Der Lyceum Club in Helsinki wurde im Jahre 1932 gegründet und ist mit seinen 140 Mitgliedern der älteste Club in Finnland. Da Finnland ein zweisprachiges Land ist, ist auch der Club von Helsinki zweisprachig, d.h. finnisch- und schwedischsprachig. Der Club führt jeden Dienstag im Frühjahr und im Herbst Veranstaltungen für seine Mitglieder durch. Auf dem Programm stehen gewöhnlich Vorträge über verschiedene Themen, aber auch Besuche in Museen und an anderen interessanten Orten. Im Dezember gibt es eine Weihnachtsfeier und im Mai einen Tagesausflug an ein interessantes Ziel außerhalb der Stadt. Im Zentrum von Helsinki hat der Club Räume zur Verfügung, wo die Treffen stattfinden. Frau Carin Kahlson, Mitglied des Lyceum Clubs von Helsinki, war Präsident der IALC in den Jahren 1989-1995. Der Club hat zweimal den IALC-Kongress veranstaltet, und zwar in den Jahren 1968 und 1995. Im Jahr 2010 wurde ein Buch über der Geschichte des Clubs veröffentlicht.

Turku
Turun Lyceumklubi – Åbo Lyceumklubb r.y., ILC Turku, wurde im Jahre 1971 gegründet. Er hat 105 Mitglieder und ist offiziell zweisprachig, weil zu ihm sowohl finnisch- als auch schwedischsprachige Damen zählen. Das Jahresprogramm besteht aus Vorträgen von Vertretern verschiedener Fachgebiete. Kunst, Literatur und Umweltfragen stehen im Vordergrund. Im Laufe des Jahres – einmal im Herbst, einmal im Frühjahr – machen wir traditionell Ausflüge an Orte von kulturgeschichtlicher Bedeutung. Wir nehmen an den Unternehmungen der IALC teil. Im Jahre 2006 veranstaltete der ILC Turku eine Kulturtagung für die Mitglieder der IALC. Frau Maj-Britt Warpe, Mitglied unseres Clubs, war von 2007 bis 2010 als Vizepräsidentin der nördlichen Hemisphäre von IALC tätig. Die Zusammenarbeit mit unserem neuen Partnerclub ILC Köln betrachten wir als einen wichtigen Teil unserer Tätigkeit. Im November 2010 besuchten wir Köln im Rahmen eines Zusammentreffens mit dem dortigen ILC. Unsere Homepage befindet sich unter www.turunlyceumklubi.org.

Oulu
Der Lyceum Club von Oulu wurde im Jahr 1988 gegründet. Wir sind bei nur 40 Mitgliedern der kleinste und nördlichste Klub von Finnland, aber desto aktiver; wir halten jeden Monat ein Treffen ab, bei dem meist die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

Im letzten Jahr haben wir mit Erfolg die eigenen Mitglieder als Fachleute auf ihrem Gebiet als Vortragende gewonnen. Das hat dazu beigetragen, dass wir uns noch besser kennengelernt haben.

Von unseren Gründermitgliedern sind immer noch 16 aktiv im Klub.

Einmal im Jahr, meist im Frühjahr, besuchen wir verschiedene kulturelle Veranstaltungen in der näheren Umgebung von Oulu. Kontakte mit anderen Frauenorganisationen haben uns mit neuen Ideen bereichert.

Auch haben immer einige unserer Mitglieder die internationalen Kongresse des ILC besucht und so die Kontakte in alle Welt frisch erhalten.

Uns erreicht man am besten über das Internet: www.ouka.fi/yhdistykset/lyceum


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Geschichte des Lyceum Club Lissabon

Der Lyceum Club von Lissabon existiert offiziell seit 9 Jahren. Er wurde am 12. Februar 2002 registriert und ist seitdem als effektives Mitglied des internationalen Lyceum Clubs anerkannt.

In der Vergangenheit gab es in Lissabon einen Französisch-Portugiesischen Klub, der aus portugiesischen und französischen Frauen bestand, aber er lebte nicht lang, weil er keine eigene Identität hatte. Um zum Internationalen Lyceum Club rechtmäßig zu gehören, muss das Mitglied eine beliebige Stadt eines beliebigen Landes vertreten. Es ist nicht erlaubt, zwei verschiedene Länder zu vertreten.

Eine brave und mutige Gruppe portugiesischer Mitglieder, die dem verschwundenen Klub angehört hatte, beschloss unter der Leitung der Lycéin Sabine Larger des Klubs von Troyes, die damals in Lissabon wohnte, dort einen Lyceum Club zu gründen.

Sie übernahmen im großen und ganzen die Satzung des Klubs von Troyes und begannen ihre Aktivität im Februar 2002 mit nur 20 Mitgliedern.

Der Klub hat viele verschiedene Aktivitäten entwickelt und versucht, ein immer neues Kulturprogramm anzubieten. Er führt Konferenzen, Stammtische, Museums- und Theaterbesuche, Stadtrundfahrten und gesellschaftliche Treffen zum Zweck gegenseitigen Kennenlernens durch.

Der Lyceum Club Lissabon hat seit dem Jahr 2002 an internationalen Versammlungen in Limoges, Stockholm, Basel und Turku und auch am internationalen Kulturtreff in Paris teilgenommen. Wir wurden auch von dem Klub von Troyes eingeladen und haben diese Stadt besucht.

Der Klub von Limoges sowie eine Gruppe Lycéinnen aus La Chaux-de-Fonds (in der Schweiz) haben uns in Lissabon besucht. Der BCI und der internationale Kulturtreff haben ebenfalls in unserer Hauptstadt Lissabon stattgefunden.

Wir sind momentan 58 Mitglieder.


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Geschichte des Niederländischen Lyceum Clubs

Hanneke Hoek, Vizepräsidentin der niederländischen Föderation der Internationalen Lyceum-Clubs.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts versuchten die Frauen überall in Amerika und Europa, sich von den Fesseln viktorianischer Konventionen zu befreien. Die sozialistische und die Reformbewegung entstanden, während der Feminismus sich mit großem Eifer für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen begann. Spätestens um 1902 bemühten sich die Frauen, in der Berufswelt der Männer Fuß zu fassen. Sie benötigten eine Plattform und einen geeigneten Treffpunkt, um ihre Ideen vorzustellen und auszutauschen, z. B. in den Städten Leeuwarden, Dordrecht, Deventer, Utrecht, Arnheim und Den Haag.

1904 gründete Frau Mientje Mesdag, die Ehefrau eines berühmten holländischen Malers, „Our Club" in ihrem Wohnhaus, in dem Männer wie Frauen willkommen waren. Bald danach zog der Club in das Königliche Theater um. Inzwischen organisierten Frau Mia Boissevain und Frau Rosa Manus in Den Haag eine Ausstellung mit dem Thema „Die Frau 1813-1913". Sie stützten sich dabei auf Constance Smedley. Dies war der Auslöser für die Gründung von Frauenclubs, jedoch machte der erste Weltkrieg alle Bemühungen

zunichte. Allerdings brachte der Krieg eine definitive Veränderung der Frauenrolle mit sich.

1919 erlangten die Frauen in Holland das Wahlrecht. Das allgemeine Wahlrecht wurde in der Verfassung von 1922 verankert.

Nach langen Verhandlungen wurde 1923 der LC Amsterdam gegründet. Nijmegen folgte 1925 und Groningen 1929.

Bereits im ersten Jahr (1924) beschloss der Club, der internationalen Vereinigung von Lyceum Clubs (IALC) beizutreten, nach dem Vorbild des Clubs von Den Haag. Dieser Beitritt ermöglichte den Zugang zu allen Einrichtungen der Lyceum Clubs in der ganzen Welt. Nijmegen folgte wenig später.

Am 18.9.1930 wurde die holländische Föderation gegründet mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen jenen Clubs anzuregen, deren Grundsätze mit denen der IALC (Sitz in London) übereinstimmten. Groningen schloss sich an.

Die Lyceum Clubs besitzen sowohl einen kulturellen wie auch sozialen Charakter. Die Struktur der Clubs folgt mehr oder weniger denselben Regeln.

Die Ausschüsse werden von den Unterausschüssen bei der Organisation mehrerer gemeinsamer Mittagessen pro Monat unterstützt. Im Anschluss daran finden oft Vorträge von bekannten Experten oder Lesekreise in der Muttersprache wie auch in den gängigen Fremdsprachen statt. Die Mitglieder teilen ihr Interesse an Bridge, Schach, Malerei, Musik, Kunst, Theater, Film miteinander und besuchen Ausstellungen oder widmen sich anderen Freizeitaktivitäten.

Clubbulletins informieren über das Programm. Ein Freundschaftskomitee kümmert sich um kranke, schwächere und ältere Mitglieder. Die Clubs veröffentlichen einen Jahresbericht.

Diese Struktur gilt bis heute in allen Clubs.

Die Archive der Clubs werden bereits jetzt oder in Zukunft in den städtischen Archiven bewahrt.

Alle Clubs waren bemüht, eigene Clubhäuser zu erwerben.

Im Januar 1921 resultierte eine neue Initiative der weiblichen Mitglieder Den Haags in der Gründung der Gesellschaft „Clubhaus für Frauen" (Vereeniging: Clubgebouw voor Vrouwen). Sie kauften zwei Clubhäuser in der Straße Lange Vijverberg 6 und 7. Bereits im Februar 1922 wurde dieser Club feierlich eröffnet. Er zählte 400 Mitglieder.

1924 erhielt der Club von Amsterdam zwei schöne Häuser in der Keizersgracht 580 und 582. Den Mitgliedern standen ein Restaurant und ein Hotel mit 12 Zimmern zur Verfügung. Im Dez. 1924 zählte der Club 511 Mitglieder.

Der LC Nijmegen bezog zunächst das frühere „Lesemuseum" der Stadt. 1925 erhielt er sein eigenes Gebäude auf der Sloetstraat.

Im Jahr 1929 mietete der LC Groningen ein stattliches Anwesen in der Stadtmitte, das in den ersten Jahren zugleich als Gaststätte und Hotel diente. Nach 1929 versank die Welt in Wirtschaftskrisen und Krieg, was sich katastrophal auf alle vier Lyceum Clubs auswirkte.

Der LC Nijmegen konnte nach dem 2. Weltkrieg kaum wieder Fuß fassen. 1975 war er gezwungen, eine einfachere Unterkunft zu mieten. Aber am schlimmsten erging es dem LC Groningen: während der Befreiung der Stadt im April 1945 wurde das vom Club gemietete Haus vollständig zerstört. Das Leben während und nach dem Krieg veränderte sich von Grund auf.

In Den Haag entwickelte sich der Club in eine andere Richtung und verließ Anfang der sechziger Jahre den IALC.

Bis 1949 zählte der LC Amsterdam wieder 500 Mitglieder, nachdem der Mitgliederstand vor dem Krieg gewaltig eingebrochen war. Trotzdem musste sich 1971 das Clubkomitee zum Verkauf der Häuser entschließen. Die Mitglieder zogen als Mieterinnen in das Dorado der Männer „De industrieele Club" auf dem Dammplatz ein.

1929 lud der LC Den Haag zum Kongress der Internationalen Vereinigung ein. 1977 war der LC Amsterdam Gastgeber.

Der LC Amsterdam schloss mit dem LC Auckland einen Freundschaftspakt. Im Jahr 2009 ergriff der LC Bretagne Nord die Initiative, um seiner Partnerschaft mit dem LC Amsterdam neues Leben einzuhauchen, was wieder zu engen freundschaftlichen Beziehungen führte.

Seit 1988 lebt der LC Groningen eine Partnerschaft mit dem LC Aachen. Alle zwei Jahre findet eine freundschaftliche Begegnung statt.

Alle drei Lyceum Clubs von Amsterdam, Nijmegen und Groningen blühen und gedeihen. Ihre Mitglieder treffen sich jedes Jahr im Herbst zu einem „Kontakttag", den einer der Clubs organisiert.


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GESCHICHTE DES INTERNATIONALEN LYCEUM CLUBS PHILADELPHIA

(Pennsylvania, USA)

Joanne Silver und ihr Mann Ron waren im Juli 2000 zu einer internationalen Konferenz in Paris wo sie mit einer Freundin, Françoise Le Coutour, der Präsidentin des Lyceum Clubs von Cæn in der Normandie zu Abend assen. Sie hatte schon mehrmals über Lyceum gesprochen und geschrieben und, als Françoise sagte: “Wir hätten doch so gerne einen Lyceum Klub in den Vereinigten Staaten!”, war das le bon moment für Joanne um solch ein Projekt zu starten.

Joanne und Françoise korrespondierten weiter und mit der Unterstützung der damaligen Internationalen Präsidentin, Caroline Travers, begann Joanne mit der Arbeit den Satzungen. Im November 2001 ging ein offizieller Brief an Frau Travers in Australien mit der Mitteilung, dass man die Absicht habe, einen Lyceum Club in der Umgebung von Philadelphia zu gründen. Eine Liste interessierter und interessanter Frauen mit unterschiedlichem Background wurde zusammengestellt. Anfang 2002 waren die nötigen Vorbereitungen getroffen, um einen Club zu gründen.

2002, im Juni, besuchten die Silvers erneut Frankreich und wurden von Françoise und den Mitgliedern des Lyceum Clubs herzlich empfangen. Es wurden zwei Empfänge gegeben – einer in im Haus “La Crichonnière” in Le-Fresne-Camilly, Normandie und der zweite in der Pariser Wohnung von Solange Thierry de Saint-Rapt, der Lyceum Präsidentin von Paris. Während dieser Veranstaltungen, die gut besucht waren, wurde Joanne herzlich und gastfreundlich begrüßt. In Paris sprach Joanne ein kurzes Dankeswort, in dem sie den fabelhaften Empfang, die Begeisterung und Unterstützung der Mitglieder in Bezug auf die Gründung des ersten Lyceum Clubs in den Vereinigten Staaten memorierte.

Im August 2002 wurde dann der Entwurf der Satzungen, der den geltenden internationalen Satzungen folgte, von den Kernmitgliedern Joanne Silver, Monica Connolly, Marilyn Conwell, Cynthia Lyman und Gail Infield geprüft. Das erste jährliche allgemeine Treffen fand im Dezember 2002 in Joannes Haus, in einer Vorstadt von Philadelphia, mit 20 Mitgliedern statt. Leiterinnen wurden gewählt und Interessenkreise gebildet. Die Satzungen waren fertig und wurden im Mai 2003 zur Annahme zum BCI in Stockholm und dann im Mai 2004 zum internationalen Verwaltungsrat in Basel geschickt.

Von Anfang an hat der Philadelphia Club das Ziel der lebenslangen Bildung verfolgt. Unter anderem durch Besuche der hiesigen Museen unter der Führung einiger Dozentinnen, die auch Mitglieder des Clubs sind. Um unser Wissen und die Anerkennung anderer Kulturen zu erweitern sprach eine Professorin, eine Chinesin, über das China der Vergangenheit und der Zukunft. Wir waren die Gastgeberinnen eines Programmes in dem zwei Iranerinnen über die Misere und die jetzige Stellung der Frauen in ihrem Land sprachen. Zusätzlich zu diesen Frauenfragen sprach eine hiesige Autorin zu den Mitgliedern, deren Töchtern und Enkeltöchtern, über ihre Motivierung Kinderbücher für Mädchen zu schreiben, um sie dadurch zu befähigen, die berufliche Laufbahn ihrer Wünsche einzuschlagen.

Eine andere angesehene Sprecherin, Überlebende der Nazi Besatzung Belgiens, sprach zu unserer Gruppe über ihre eigene Erfahrung während der Zeit, in der sie für den Belgischen Widerstand arbeitete. Als Dienstprojekte haben wir Bücher für eine Bibliothek, die durch eine Überflutung zerstört worden war, gesammelt, haben Kleidung für Frauen, die wieder in den Arbeitsprozess eintreten wollen, zur Verfügung gestellt, haben Kinder von Migranten mit Schulsachen versorgt und Schulen der Innenstadt finanzielle Unterstützung geboten für die Anschaffung von Materialien für den Kunstunterricht. Außerdem haben wir Organisationen, sowie Ärzte ohne Grenzen und Heifer International unterstützt, um unterpriviligierten Leuten bessere Gesundheitsfürsorge und Hygiene zu bieten.

Im Oktober 2008 war unser Club Gastgeber der Kulturellen Tage in Philadelphia. Wir durften über 80 Mitglieder aus Australien und Europa, die an dem vier-tägigen Programm teilnahmen, begrüßen. Der Höhepunkt der Kulturellen Tage war die Partnerschaftszeremonie zwischen dem Philadelphia Club und dem Pariser Club. Seitdem haben Mitglieder des Philadelphia Clubs den Club in Paris besucht. Die Freundschaftsbande der Mitglieder haben sich verstärkt.

Der Lyceum Club von Phildelphia ist stolz darauf Teil der Internationalen Lyceum Familie zu sein und bemüht sich der Philosophie und den Zielen des Clubs zu folgen.


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Geschichte der Lyceum Club Stockholm

Der Internationale Lyceum Club von Stockholm feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Die Eröffnungssitzung fand am 8. April 1911 auf Initiative der Thronfolgerin Prinzessin Margareta statt. Als sie nach Schweden kam stellte sie fest, dass es in ihrer neuen Heimat, im Vergleich zu England, keinen Club wie den Londoner Club gab. Dieser war 1903 von Constance Smedley gegründet worden und dort konnten Frauen interessante Vorträge in angenehmer Umgebung hören. Die Prinzessin war beim ersten Treffen am 6. Dezember 1911 anwesend, an dem achtzig Mitglieder im Durchschnittsalter von ca. 30 Jahren teilnahmen. Ursprünglich hieß er „Stockholmer Frauenclub", wurde aber 1912 in Lyceum Club umbenannt und trat der Internationalen Vereinigung der Lyceum Clubs bei. Dies war Dank der guten Kontakte der Prinzessin zum Ausland ohne Schwierigkeiten möglich. Sie legte dem Club nahe, ein eigenes Clubhaus zu erwerben. Dies war jedoch leider nicht möglich und so mietete der Club in den nächsten fast 80 Jahren unterschiedliche Appartements in der Innenstadt von Stockholm an.

Seit 1990 treffen sich die Clubmitglieder in einer angemieteten Schulhalle. Für die diversen Appartements schaffte der Club über die Jahre hinweg die notwendigen Möbel an und als ein besonderes Glanzstück ein Gemälde, gemalt von der Prinzessin, die eine talentierte Künstlerin war. Dieses Gemälde wurde 1981 dem National Museum of Art in Stockholm gestiftet. Leider verstarb die Prinzessin schon 1920, im Alter von nur 38 Jahren.

1929 war ein dramatisches Jahr für den Club, als aufgrund schwerer wirtschaftlicher Zeiten sich die Zinsen aus dem Clubvermögen so stark verringerten, dass ein Überleben des Clubs ungewiss war. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde nach erbitterten Diskussionen ein neuer Vorstand gewählt, der dem Club das Überleben sicherte. Danach stieg die Mitgliederzahl auf 130 an und glückliche Jahre folgten.

Heute finden zweimal im Monat Mitgliedertreffen statt, außerdem werden Englisch- und Französischkurse, Theaterabende und Bridge angeboten. Während der letzten 100 Jahre waren viele berühmte Leute bei uns zu Gast: Schwedische Nobelpreisträger, Künstler, Schriftsteller, Politiker und Musiker. 1943 hielt ein bekannter Professor einen Vortrag über die Opernsängerin Jenny Lind, die im 19. Jahrhundert weltberühmt war. Er beklagte, dass die Erinnerung an sie nicht am Leben erhalten wird. Der Club entschied daraufhin spontan, die „Jenny Lind Vereinigung" zu gründen, die immer noch aktiv ist und jedes Jahr ein Stipendium an eine viel versprechende schwedische Sängerin vergibt.

1961 feierte der Club sein 50-jähriges Bestehen mit einer Reise nach Finnland. Es folgten eine Vielzahl weiterer Reisen in die Niederlande, nach Österreich, Ägypten, Türkei, Italien, Portugal, Ceylon, Polen, Sizilien und Russland. 1959 richtete der Club den Internationalen Kongress sowie 1984 und 2003 die jeweiligen BCI Treffen aus. Frau Gisela Sterzel war 26 Jahre Präsidentin des Clubs und von 1969 bis 1975 Internationale Präsidentin.

Der Club ist sehr restriktiv bei der Ernennung von Ehrenmitgliedern:

Die Gründerin, Kronprinzessin Margareta, war die erste, gefolgt von mehreren ihrer Verwandten: Königin Ingrid von Dänemark, Prinzessin Sibylla, Prinzessin Ingeborg und unsere Königin Silvia. Die berühmte Frauenschriftstellerin und Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf wurde ebenfalls Ehrenmitglied. Seit seiner Gründung hatte der Club 14 Präsidentinnen: Mary Bodström, die erste Präsidentin, für 11 Jahre, Inez Appelberg 1931 für 18 Jahre, dann Gisela Sterzel für 26 Jahre.

Viele von Ihnen werden sich noch an Margret von Bahr erinnern, die von 2001 – 2007 Präsidentin war und die unsere internationalen Kontakte verstärkte.

Und nun feiern wir unser 100-jähriges Jubiläum! Am 8. April haben wir eine Jubiläumsveranstaltung mit einem berühmten Schriftsteller, der über „Hüte und Ringe – Weibliche Kleidung" spricht und die Damen entsprechend gekleidet sein werden.

Vom 7. – 10. Juni wird das BCI Treffen in Stockholm stattfinden, das mit einem Festessen im Ritterhaus beendet wird. Für den 6. Dezember 2011 ist ebenfalls ein besonderes Programm geplant.


Internationaler Kongress 2004 Hauptvortrag von Dr Grace Brockington.

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